Donnerstag, 10. November 2016

Über Clickbaits und Brüste

Die Aufmerksamkeitsspanne der Generationen Y und Z reduziert sich zunehmend. Wie ein Regenwurm, der in der prallen Sonne austrocknet und verkümmert. Überall lauern hirnlose Clickbaits, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen, überall findet man nackte Haut, provokante einzeilige Aussagen, scheinbare Katastrophen und Skandale. Sogar etablierte (ich vermeide das Wort seriös bewusst) Medienportale und Plattformen lassen sich auf diese Praktiken ein.

Freitag, 4. November 2016

Über Herbst, Kreisläufe und Routinen


Der Herbst steht mitten in der Blüte. Man könnte gar sagen, er hat seinen Zenit bereits überschritten. Die bunte Üppigkeit der farbigen Laubbäume weicht schon zunehmend der kargen Nacktheit der kahlen Äste. Aus dem fruchtbaren Leib des Sommers wird das klägliche Gerippe des Winters. Werden und vergehen. Leben und sterben. Licht zu Dunkel.

Donnerstag, 3. November 2016

Über Schwarztee


Schwarztee ist immer noch nicht mein Lieblingsgetränk, aber es erinnert mich an Irland, an die Cliffs of Moher, an den rauhen keltischen Wind und die vielen Grüntöne, die das Landschaftsbild prägen. Ich erinnere mich gerne an solche Eindrücke. Erlebnisse aus Reisen. Erfahrungen, die meinen Horizont erweitert haben. Es macht natürlich keinen Sinn, nur in Tagträumen und in der Vergangenheit zu leben. Aber wozu sollen wir denn all die wunderbaren Erfahrungen erleben, wenn wir sie später nicht mehr hervorholen.

Mittwoch, 2. November 2016

Reflux des Wahnsinns

Es ist verdammt schwer, den Verlockungen des Wahnsinns nicht zu erliegen. Wie ein brennender Reflux tritt er immer dann in unser Leben, wenn wir nicht vorbereitet sind und keine Zeit für ihn haben. Leute wie mich, die biederen Durchschnittstypen, uns trifft es zuweilen am härtesten.

Dienstag, 1. November 2016

Ich war nie weg

Leiden ist die Währung mit der die Hypothek des Lebens bezahlt wird.

Freitag, 19. Dezember 2014

Kurzgedicht: Herzen stiften

Ich schrieb mit meinem Herzen,
dachte, dass ein Wort so die Herzen trifft,
heute mache ich es nicht mehr,
kürzlich, lernte ich schreiben mit dem Stift.

Mittwoch, 5. März 2014

Frei von Scheisse

Bei der Arbeit muss ich meine Karre neben einem alten Lagerhaus abstellen. Heute Morgen sassen da ein paar Tauben auf dem Dach und reckten ihre Hälse nach mir. Ich konnte die Argwohn in ihren Blicken fühlen, aber das war mir egal. Hauptsache keine Scheisse auf den Kopf. Das ist übrigens ein gutes Lebensmotto. Keine Scheisse auf den Kopf.